Alle Artikel in der Kategorie “Allgemein

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Tee-Juppis

Da bloggt man einmal über ein Experiment und bekommt prommt einen auf den Deckel, dass Beuteltee BÖSE ist. Aber manchmal bin ich faul. Manchmal möchte ich auch nur sagen „Schatz, machst du noch ne Kanne Tee? Drei Beutel bitte.“ Manchmal, bin ich tatsächlich zu faul tausend lose Tees zu horten. (Und ja, ich packe Beuteltees irgendwann zusammen und das ist dann Platzsparender). Manchmal will ich auch einfach vier Beutel Tee mit ins Büro oder in den Urlaub nehmen und nicht vier Boxen. Ja, manchmal trinke ich Beuteltee. MANCHMAL! Dafür koche ich nie mit Tüten, rauche nicht und trinke sehr wenig Alkohol. Ich mache meine Tomatensauce selbst und selbst der Pizzateig wird ohne Konservierungsstoffe gemacht. Ich finde, da darf ich auch mal einen Beuteltee trinken!

Bedeutet aber nicht, dass ich ständig Beuteltee trinke. Oder den für qualitativ wertvoll halte. Ich habe auch lose Tees. Ich mag meine losen Tees. Ich versuche auch, die Beuteltees abzukochen, aber dann kommt die QSM und zack hat man drei neue Päckchen mehr. Also gibt es die Beuteltees wirklich oft kalt geworden als Kannentee und Durstlöscher. Und morgens gibt es losen Tees. Oder wenn wir den Tee genießen, wenn ich mir zum Buch noch einen Tee mache, wenn ich den bewusst trinke und nicht nur Durst habe.

Anderseits kaufe ich auch meine losen Tees im Supermarkt. Manchmal auch im Teeladen. Ich trinke grünen Tee zum Frühstück. Was das für einer ist? Keine Ahnung. Grüner halt. Ich weiß nicht, ob der mild oder kräftig ist und aus China oder Timbuktu.  Ich bin kein Teejuppi und ich will auch keiner sein. Ich will einfach in Ruhe meinen Tee trinken, ohne da auch noch eine Wissenschaft draus zu machen. (Ich finde, es gibt genug andere Bereiche, die mir wichtiger sind, mit denen ich mich beschäftige.) Ich mische zum Frühstück einen puren grünen Tee (Gunpowder – hat der Mann mal gekauft, weil das so gut klingt, der mag ihn aber nicht) mit meiner Kräuterteemischung „Aufwachen“. Keine Ahnung, was da alles drin ist. Ist mir aber auch egal, solange er mich wach macht und mir schmeckt.

Ich bin auch weiterhin der Meinung, dass viele lose Tees wahrscheinlich gar nicht so andere Inhaltsstoffe haben, getrocknete Blätter oder Grashalme sind billig und „füllen“, egal ob die geschreddert sind oder nicht.
Um wirklich sicher zu sein, was im Tee drin ist, muss man den dann wohl doch komplett selber ziehen, und das ist wohl bis auf Pfefferminztee kaum möglich. Da muss dann doch jeder selber wissen, welchem Tee er wie viel vertraut und was man wirklich schmeckt. Deshalb probiere ich mich durch, koste hier und da – allerdings in dem von mir aktzeptablen Bereich. Wenn es Menschen gibt, die für eine Tüte Tee 10 Euro ausgeben möchten, sollen sie das tun, aber ich möchte nicht verächtlich anguckt werden, weil ich im Supermarkt meinen losen Tee selbst abfülle oder im Teeladen nicht den siebzehnten Grüntee testen will.  Und meinen Lieblingstee, den gibt es hier gar nicht, das ist ein Beuteltee, der mich in Finnland jedesmal Unmengen gekostet hat, weil Tee da ziemlich teuer ist – selbst der im Beutel. Aber er schmeckt nach etwas, was kein loser, hochgezüchter Tee je haben kann. Nach einer Erinnerung. Und deshalb muss es manchmal auch Hagebuttentee aus dem Beutel mit Gummibärchen sein. Weil der nach Kindheit schmeckt. Und da ist mir die Qualität auch egal. Weil er mich glücklich macht, so wie er ist.

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Neuer Mitbewohner

MitbewohnerVor zwei Wochen waren wir bei Freunden zu Besuch und beim Spaziergang entdeckten wir einige Spielzeug- und Kaugummiautomaten, die mich völlig fasziniert haben. Am meisten der, an dem man einen Gras-Head für 50 Cent erstehen konnte! Leider hatten weder ich, noch der Mann Kleingeld, aber die liebe Caro hat mir einen ausgegeben und geschenkt! Jetzt wächst und gedeiht er auf unserem Kühlschrank und bringt uns regelmäßig zum lachen! Ich muss zugeben, ich habe nicht damit gerechnet, dass das tatsächlich funktioniert und freue mich um so mehr und beobachte gespannt die Entwicklungen. Nur einen Namen haben wir irgendwie noch nicht gefunden.

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Hyvää päivää!

Vor einem Jahr war ich fürchterlich aufgeregt und vorfreudig auf mein Semester in Finnland. In diesem Jahr bin ich fürchterlich wehmütig. Seit ich wieder da bin, überkommen mich immer wieder Moment der Sehnsucht, des Heimwehs. Manchmal geht es durch ignorieren weg. Immer häufiger aber nicht. In mir wächst der Wunsch, zurück zu gehen. Und dann erstmal für immer.

Ich bin ein Sprachenuntalent. Dachte ich immer. Haben mir meine Lehrer immer vermittelt. Letztens beim Aufräumen hatte ich allerdings ein (freiwillig erlangtes) Französisch-Sprachzertifikat und eine letzte Seite aus einer Englisch-Klausur („You made my day!) in den Händen und hatte das Gefühl, mit den richtigen Lehrern und Methoden vielleicht gar nicht so schlecht gewesen zu sein. (Oder ohne Pubertät.)

Finnisch gilt als eine der kompliziertesten Sprachen. Für mich war klar: ich besuche den Sprachkurs. Alle die ich kenne, die auch in Finnland waren, haben nur zwei Wochen Kurse besucht oder irgendwann aufgehört. Ich musste den Kurs nicht machen, ich wollte solange dabei bleiben, wie es ging. Ziel war: Klausur mit schreiben. Dann sei ich stolz auch mich.
Der Kurs fing an, ich fand ihn furchtbar komisch, alle anderen auch. Ich verbündete mich und fand meine Gang. Und nach 5 Wochen geschah es: ich hatte Spaß. Je mehr Grammatik wir durchnahmen, je mehr Durchblick ich bekam, desto mehr Spaß hatte ich. Das machte alles irgendwie einen Sinn, ich erkannte Parallelen und Verknüpfungen. Und dann kam die Prüfung und ich schaffte es ganz alleine mit Bestnote abzuschließen (muss man dazu sagen, Benji hatte nichts gelernt und konnte grade so hallo sagen und hat dank unserer Hilfe auch mit Bestnote abgeschlossen).

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Ich hatte den festen Vorsatz in Deutschland alleine weiter zu machen – immerhin hatte ich mir das teure Buch gekauft. Naja, Vorsätze sind gut und schön, das klappt ja eh nie. Es hat ein bisschen gedauert, aber inzwischen habe ich mein Buch wieder raus gekramt, fange von vorne an, versuche es dem Mann bei zu bringen (der etwas leidet – ich bin halt kein Lehrer, schon gar kein Finnischlehrer). Und es macht mir Spaß, ich freue mich Vokabeln zu lernen und Fehler an Google-Translate zu finden.

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Sonntagskuchen

Am Freitag nach der Arbeit wollte ich eigentlich nur kurz einkaufen, und dann hat mich da so eine Stiege (mit gesprochenem G. Keine Stiech!) mit 2kg Pflaumen angelacht und gebettelt mit zu dürfen. Dank meiner wunderbaren Timeline hatte ich nämlich unglaublich Lust auf Pflaumenkuchen. Allerdings ist mir das Rezept von Manu zu neumodisch gewesen (obwohl ich extra Eier da hatte). Pflaumenkuchen muss Hefe haben, sonst ist das irgendwie nichts (weshalb ich sogar extra fische Hefe gekauft habe…). Zur Diskusion „alles im Haus haben“: für Manus Kuchen hätte ich Eier kaufen müssen, für Hefekuchen (mit Trockenhefe) hätte ich alles im Haus gehabt – aber der Mann keine Butter fürs Brot mehr gehabt.

Am Sonntag wurde dann gebacken. Natürlich habe ich zu viele Pflaumen entsteint, aber die waren so lecker, das war kein Problem (fanden die Fruchtfliegen allerdings auch).

Bildschirmfoto 2013-08-18 um 16.02.59Herausgekommen ist dieser tolle Pflaumenkuchen. Natürlich dem Butter-Pflaumenkuchen der Quasischwägerin nicht würdig, aber ich glaube so gut, dass der Mann mich durchaus behalten will (Pflaumenkuchen ist sein Lieblingskuchen – komisch dass ich erst nach 6 Jahren einen für ihn backe.) Ich habe brav nach Rezept gebacken (was dazu geführt hat, dass der Hefeteig sogar was geworden ist), allerdings haben sich in meine Streusel noch ein paar Haferflocken geschlichen, weil Streusel ohne Haferflocken gehen nämlich auch gar nicht!

Wer genau hin guckt, sieht übrigens, das der Rand schon fehlt. Da kann ich nichts für, ich kenn das nicht anders. Wirklich, ich habe bei meiner Mutter noch NIE einen Kuchen mit kompletten Rand gesehen, selbst wenn man, beim Kurzzeitweckerklingeln in die Küche stürmt – der Kuchen steht da, mit fehlendem Rand. Aber wenn mich nicht alles täuscht, kann sie da nichts für. Das ist bei meiner Oma auch nicht anders und vermutlich bei der meiner Mama auch nicht.

 

 

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7 Dinge… die zu einem perfekten Sonntag gehören

 7DingeSonntag

  1. Ohne Wecker aufwachen, früh aufstehen, aber ausgeschlafen sein. So kann man die Stille nutzen, z. B. laufen gehen, wenn alle anderen noch schlafen (und sich über die vielen Läufer wundern). Oder eben zu Hause ne Runde turnen, wenn der Mann noch schläft. (Nur ins Fitnessstudio gehe ich lieber Sonntagnachmittags, da ist es da meistens ziemlich leer).
  2. Kuchen und echten Kaffee am Nachmittag. Bei uns gibt es keine klassische Kaffeemaschine, momentan nicht mal eine Quetschkanne, nur die doofe Senseo, den meisten Senseokaffee mag ich nicht sonderlich. Da ich ein Morgens-Grüntee-Trinker bin, ist das nicht schlimm. Am Sonntag aber, da gibt es auf jeden Fall Kaffee. Und zwar Espresso, aus der kleinen wackligen Kanne, die mein Papa mir vermacht hat, damit er sie nicht wegwerfen muss.
  3. Sonntagsausflug. Am liebsten in den Wald zu einer Burg. Oder irgendwie so was. Ich kann keinen ganzen Tag zu Hause verbringen, da werde ich quenglig und unleidlich, da muss man mit mir an die frische Luft. Und sei es nur, ne Runde um den Block (um in jede Pfütze zu springen).
  4. Wenn kein Sonntagsausflug, dann nähen. Obwohl ich oft Samstags putze, weil ich mich nicht entspannen kann, wenn es unordentlich ist und nach dem Nähen muss man immer wieder aufräumen und saugen und so. Das finde ich ziemlich nervig.
  5. Die Sonntagsmail. Sich hin setzten, die letzte Woche noch mal durchgehen, ein paar liebe Zeilen schreiben und lesen.
  6. Nächste-Woche-To-Do-Liste schreiben. Mich beruhigt und entspannt das.
  7. Und am Abend dann das obligatorische Tatort gucken. Manchmal mit, manchmal ohne Twitter. Mich entspannt das und es ist danach für mich eine super Zeit zum bettfein machen und ins Bett gehen.
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Hach…

So, jetzt ist die Schrift auch noch so, wie ich das wollte (sehen allerdings eh nur die Mac-User von euch, alle anderen müssen halt mit Arial leben… Ich lese meinen Blogg eh nur vom Mac oder iPad aus). Also kann ich ja jetzt bloggen. Theoretisch. Praktisch ist der Start nach der Sommerpause irgendwie gar nicht so einfach.

Nachdem heute aber schon gemeckert wurde (huhu Papa!), sollte ich aber doch mal wieder anfangen. Vielleicht einfach mal anfangen, so als sei gar nichts gewesen. Und deshalb lest ihr in den nächsten Tagen auch den ersten Beitrag aus der neuen Serie „7 Dinge“, die es jetzt ungefähr alle zwei Wochen gibt. Und dann habe ich hier noch 2kg Pflaumen liegen, und das schreit ja nach einem Bloggeintrag!

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